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Holger Schellhaas Holger Schellhaas
evoltas solutions limited München
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Business Process Management - Standardlösungen für den Mittelstand

Holger Schellhaas

Dipl. Math. Holger Schellhaas ist Managing Director der evoltas solutions ltd. in München und seit Jahren als Berater für Prozessmanagement, Compliance und IT Governance aktiv. Gemeinsam mit Software-Partnern und Systemintegratoren realisiert evoltas innovative BPM-Lösungen im SAP- und Microsoft-Umfeld bei Dienstleistern, Energieversorgern und mittelständischen Industrieunternehmen. [ Profil ansehen ]

Dieses Interview behandelt die Gestaltung von Portallösungen als Integrationsplattform für Arbeitabläufe im Mittelstand. Es wurde im Rahmen der Conex-Veranstaltung "Forum Geschäftsprozesse 2006" in Wien geführt.

Herr Schellhaas, inwieweit betrifft das Thema BPM mit seinen Chancen und Risiken Ihrer Ansicht nach den Mittelstand?

Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Prozesse gehört für international operierende Mittelständler zum Unternehmensalltag, d.h. sie sind damit konfrontiert, sowohl die bestehenden deutschen als auch die internationalen (insbesondere US) Gesetze und Standards zu erfüllen und zu befolgen. Diese Compliance-Erfordernisse entstehen nicht nur durch die Regulierungen selbst, sondern auch durch mögliche Anforderungen von nationalen und internationalen Kunden und Lieferanten. Besonders betroffen davon sind Unternehmen der Pharma-, LifeSciences- und Medizintechnik-Branche, die die lückenlose Nachvollziehbarkeit der Entwicklung und Fertigung ihrer Produkte sicherstellen müssen. Dies ist ein entscheidender Grund, dass der Mittelstand an dem BPM Hype nicht vorbeikommt.

Welche Lösungen sind für den Mittelstand sinnvoll und kostengünstig machbar?

Die Kernidee IT-gestützter Prozesse ist, dem Nutzer alle Informationen, die er für seine tägliche Arbeit benötigt, über eine individuell zu konfigurierende Bildschirmoberfläche bereitzustellen - unabhängig davon, in welcher Anwendung diese Informationen vorgehalten werden. Diese Portallösungen - gleich welchen Typs - bilden damit eine Integrationsplattform für Prozesse mit folgenden Eigenschaften:
  • Aggregation von Inhalten
  • Personalisierung von Informationen
  • Integration von Anwendungen
  • Standardisierung (einheitliches „Look&Feel“)
Realisiert auf Basis von Standard-Produkten, wie z.B. Microsoft SharePoint Portal Server, lässt sich ein hervorragendes Kosten/Nutzen-Verhältnis für den Einsatz im Mittelstand erzielen. Voraussetzung ist, dass vor der Einführung von Portalen gemeinsam mit den künftigen Nutzern eine hinreichende Definition der zu unterstützenden Prozesse und Schnittstellen erfolgen muss.

Was sind die Herausforderungen im Mittelstand - an einem konkreten Beispiel?

PhytoLab, ein Unternehmen der Martin Bauer-Holding - unabhängiges Fullservice-Laboratorium für pflanzliche Produkte und eines der führenden Laboratorien Europas - ist ein gutes Beispiel. Die Herausforderung besteht im Qualitätsmanagement, d.h. bei der Entwicklung, Analyse und Zulassung standardisierte Abläufe, Genehmigungen und Fristen einzuhalten, damit es auch zu einer Zulassung kommt. Verstöße gegen Gesetze oder Fristen sind mit hohen finanziellen Aufwendungen verbunden, da in der Regel eine Verweigerung der Zulassung die Folge ist.
Mit Hilfe standardisierter Portalbausteine auf Basis von Microsoft SharePoint-Services entstand die Branchenlösung „KIPS - Pharmazeutische und medizinische Zulassung“, die das Zulassungsverfahren von der Produktidee bis hin zur Zulassung von pharmazeutischen und medizinischen Produkten standardisiert. Die Lösung wurde unter Beachtung folgender Gesichtspunkte entwickelt:
  • Personalisierter Zugriff des Projektteams auf sämtliche relevanten Informationen (Termine, Aufgaben, Dokumente, ...) des Zulassungsprozesses über eine Weboberfläche per Knopfdruck.
  • Die komplexen Prüfprojekte werden nicht mehr auf Papier verwaltet; dies ermöglicht eine lückenlose Nachvollziehbarkeit und Gewährleistung der Termintreue.
  • Erfahrungen aus bereits abgeschlossenen Zulassungsverfahren können komplett genutzt werden.
In jedem Zulassungsverfahren sind Termine, Meilensteine und Fristen elementare Bestandteile, die über Terminregeln für das Eskalationsmanagement frei definiert werden können. Sachbearbeiter werden automatisch über anstehende Termine und Fristen per Email benachrichtigt. Unterstützt wird automatisches Versionieren, Ein- und Auschecken, sowie Genehmigungsfreigaben für Dokumente jeglicher Art. Darüber hinaus ist ein frei definierbares Vorlagenmanagement integriert.

Und welchen Nutzen bringt BPM - aus Sicht des Anwenders - tatsächlich?

Mit innovativen BPM-Lösungen lassen sich Standardprozesse qualitativ hochwertiger, preisgünstiger und flexibler organisieren. Das Ziel ist letztlich eine an den Geschäftsprozessen ausgerichtete IT-Infrastruktur, die schnell auf veränderte Anforderungen reagiert. Der Nutzen in dem beschriebenen Beispiel ist offenkundig:

Steigerung der Produktivität
Durch die Konsolidierung der Informationen aus unterschiedlichen Ablagesystemen in eine Weboberfläche, wird die Zusammenarbeit der Mitarbeiter vereinfacht, da problemlos Teammitglieder aus anderen Standorten eingebunden werden können. Ein Zitat aus Anwendersicht:

„Durch den Einsatz von ´KIPS-pharmazeutische und medizinische Zulassung´ konnten wir die unproduktive Zeit um 10-15% reduzieren. Weiterhin entfällt die aufwendige Suche in Papieren und Dokumenten. Per Knopfdruck stehen alle Informationen und Reports innerhalb von Sekunden zur Verfügung. Dies spart Geld und Zeit“ (Frau Cornelia Höhne, Prokuristin, PhytoLab GmbH & Co. KG)

Senkung der Betriebskosten
Die elektronische Standardisierung des Zulassungsprozesses reduziert die effektiven Prozesskosten um bis zu 20%. Insgesamt konnten Einsparungen von 35.000 € p.a. bei einer SW-Investition von nur 15.000 € erzielt werden. Dazu ein weiteres Zitat aus Anwendersicht:

“Mit dieser Lösung sind wir in der Lage alle projektbezogenen Daten, Dokumente und Aktivitäten zentral zu erfassen und über die integrierten Berichte einfach zu analysieren. Die automatischen Erinnerungsfunktionen überwachen wichtige Meilensteine und Fristen. Wir waren verblüfft wie effizient, kostengünstig und schnell die Lösung auf Basis von Windows SharePoint Services und SQL-Server realisiert wurde.“ (Gerald Geier, CIO, MB Managementservice GmbH & Co.KG)

Qualitätssteigerung und Erhöhung der Leistung
Die edv-gestützte Prozess-Standardisierung und -automatisierung senkt die Fehlerquote innerhalb des Zulassungsverfahrens signifikant und hält sowohl internen als auch externen Audits stand. Und es wird im Unterschied zu vorher das Verwalten, Versionieren und Genehmigen von Dokumenten aller Art für alle Beteiligten validierbar. Also konnte insgesamt die oben angesprochene Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Prozesse erreicht werden.

KIPS („Knowledge is Power“ Solution) ist ein Markenzeichen des Microsoft Gold-Partners IPI GmbH - http://www.ipi-gmbh.com/ - in Lichtenau bei Ansbach, mit dem evoltas solutions bei der Realisierung von SharePoint-Lösungen eng zusammenarbeitet.

Kontakt und technische Details:

Holger Schellhaas
evoltas solutions ltd.
Schmaedelstr. 20
D-81245 München
phone: +49 (0)170 240 85 70
hs@evoltas.de
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